POLITIK ZUM SELBERMACHEN

Zwei Delegierte aus dem Kreis Steinfurt bei der Landeskonferenz in Köln

Ein fast hundert Seiten starkes Antragsbuch plus ungezählte
Änderungsanträge – über zu wenig Lesestoff konnten Laura Schmidt und Andreas Puschkarski, die beiden Delegierten für den Kreis Steinfurt, auf dem Weg nach Köln und später in der Stadthalle Mühlheims nicht klagen. Mangelware war höchstens Zeit, um jedem gut durchdachten Nachtrag angemessen viel Aufmerksamkeit zu schenken.

Die Landeskonferenz (kurz ‘LaKo’) der NRW Jusos wurde dieses Jahr am 8. Juni in der Domstadt ausgetragen, um Anträge von Juso-Gruppen aus dem ganzen Bundesland zu diskutieren und später die Wünsche, Hoffnungen und Forderungen an die
Mutterpartei weiterzugeben.

Es wurde ebenso darüber debattiert, ob das Latinum als strikte Voraussetzung für Lehramtsstudenten noch zeitgemäß sei, wie über Probleme des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Die große Vielfalt der behandelten Themen sowie die breite Streuung der Antragsherkunft waren bemerkenswert.

Als Vertreter der Wunsch-Koalitionspartner begrüßte auch Karsten Ludwig von der Grünen Jugend die anwesenden Jusos in Köln. Er betonte die jahrelange, freundschaftliche Kooperation zwischen dem Nachwuchs der SPD und Büdnis 90/Die Grünen, verbunden durch das aktuelle Ziel, die Regierungszeit von Schwarz-Gelb so kurz wie möglich zu halten, sprich: Rot-Grün im September 2013 Wahrheit werden zu lassen.

Die Fahne der Mutterpartei hielt Dr. Norbert Walter-Borjans, Finanzminister in NRW, hoch und sprach sowohl über seine Vergangenheit als Juso als auch über aktuelle Missstände in Nordrhein Westfalen, wegen derer die Jusos die Landeskonferenz jedes Jahr vordergründig einberufen. Konstruktive Vorschläge für ein besseres Land aus der Perspektive, die sonst in der Politik oft missachtet wird, der Perspektive der Schüler, Auszubildenden und Studenten, werden so jährlich in das Programm der SPD eingearbeitet und bringen frischen, vor allem jungen Wind in überalterte Systeme.

Katharina Oerder als Vertreterin des Juso Bundesvorstands und Veith Lemmen, Landesvorsitzender der NRW-Jusos, schafften mit Begrüßungs- und Abschiedsworten in lockerem Ton die passende Atmosphäre für angeregte, aber durchgängig faire und themenorietierte Debatten.

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