Studium ja – aber wie?

Es ist schon eine Kunst, zunächst einmal den höchsten deutschen Schulabschluss zu erwerben, um für ein Hochschulstudium formell zugelassen zu werden. Doch wenn diese gewaltige Hürde erst einmal überwunden ist, erwartet einen auch schon die nächste, nämlich die Studienfinanzierung. Es ist immer wieder enttäuschend zu vernehmen, dass obwohl viele Abiturienten mit der akademischen Ausbildung an einer Fachhochschule bzw. Universität liebäugeln, sich trotzdem immer noch einige primär aus wirtschaftlichen Gründen gegen ihr eigentliches Wunschmodell entscheiden.  

Genau an dieser Stelle setzt die Friedrich-Ebert-Stiftung an. Seit ihrer Gründung 1925 hat sie sich nämlich dazu verpflichtet, insbesondere Menschen aus einkommensschwachen und bildungsfernen Familien ein Studium zu ermöglichen. Der Namensgeber Friedrich Ebert stammt selbst aus einfachen Verhältnissen und war der erste demokratisch gewählte Reichskanzler in der Weimarer Republik. Das Vermächtnis seines Gedankenguts war einerseits die Sozialdemokratie in Deutschland zu stärken und andererseits Heranwachsenden – unabhängig von ihrer sozialen Herkunft- die Möglichkeit zu gewähren ein Studium zu absolvieren.

Seit 2012 genießt der Münsteraner Student, Andreas Puschkarki, die finanzielle sowie ideelle Förderung der SPD-nahen Stiftung. Um seine gesammelten Erfahrungen weiterzugeben, stellte er die Friedrich-Ebert-Stiftung im Rahmen eines Berufsinformationstags der Jahrgangsstufe 11 des Hannah-Arendt-Gymnasiums vor. Hierbei erläuterte das Arbeiter-und Migrantenkind seine persönliche Biographie näher, um gerade Schülerinnen und Schüler, die einen ähnlichen Hintergrund aufweisen, zu motivieren sich für ein Stipendium zu bewerben. Dabei betonte der Stipendiat, dass es neben den schulischen Leistungen mindestens genauso wichtig sei sich in die Gesellschaft einzubringen. Die Veranstaltung hinterließ bleibende Spuren bei der Schülerschaft. „Für mich ist Andreas ein echtes Vorbild“, rühmt Cihad Marangoz den einstündigen Vortrag. „Ich kann es also auch schaffen.“

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